Eine Serie.
Etwas zum Nachdenken.
„Ein
Interview
mit mir.“
Ein Interview mit mir.
10 // InnereEingebung // DefaultModeNetwork
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Warum gute Ideen selten aus dem Nichts kommen.
Die heimlichen Überstunden unseres Gehirns.
In der Neurowissenschaft spricht man vom sogenannten Default Mode Network (DMN), dem Ruhezustandsnetzwerk des Gehirns, liebevoll auch beschrieben als Mind Wandering.
Ich habe mich schon immer gefragt, woher meine spontanen Eingebungen und Ideen kommen. Diese habe ich schon immer sehr wertgeschätzt und ernst genommen. Auch schon deshalb, weil sie scheinbar aus dem Nichts kamen und somit meiner Meinung nach auch von nichts beeinflusst worden sind.
Ein Beispiel: Etwas inspiriert mich, ein paar Wochen später zeigt sich noch etwas anderes – scheinbar unabhängig davon. Dann kommt irgendwann noch etwas hinzu. Und eines Tages kommt aus dem scheinbaren Nichts eine Eingebung. Auf einmal ergibt alles Sinn, alles fügt sich zusammen. Eine neue Idee, eine andere Richtung oder ein weiteres Lebensziel ist entstanden.
Als ich zum ersten Mal vom Default Mode Network (DMN) gehört habe, war ich extrem fasziniert und bekam endlich ein Bild zu meinen spontanen Eingebungen.
Diese waren kein Zufall – Neurowissenschaftlich betrachtet waren sie das Ergebnis eines Prozesses, der längst in Gang war.
Und trotzdem gleichzeitig ein magischer Moment, ein kreativer Geniestreich.
Unser Gehirn hört bekanntermaßen nie auf zu arbeiten. Auch dann nicht, wenn wir in einer Entspannungsphase sind, z. B. wenn wir spazieren gehen, die Natur genießen, kochen, in der Sauna sind.
Es hat jetzt mal Zeit, sich in Ruhe mit anderen Dingen zu beschäftigen. Eine Fähigkeit unseres Gehirns, im Hintergrund weiterzuarbeiten.
Unser System schaltet also nicht ab, sondern es schaltet um.
Was wir hierbei nicht vergessen sollten: Wir nehmen im Alltag unendlich viel mehr auf, als uns bewusst ist. Ein großer Teil davon wird sofort weggefiltert, unbewusst gespeichert und ein anderer Teil arbeitet eben im Hintergrund weiter – leise, kontinuierlich, ohne dass wir es steuern oder mitbekommen.
Das kann Tage, Wochen oder auch Monate dauern – und irgendwann taucht dann urplötzlich eine Eingebung oder Idee auf.
Deshalb ist es zwischendurch auch mal ganz spannend nicht immer alles sofort finalisieren zu wollen. Sondern die Idee erst einmal sacken lassen und darauf vertrauen, dass sie sich im Hintergrund weiterentwickelt und reift.
Das sind dann auch die Momente, in denen wir uns nach ein paar Tagen wieder mit dem Thema beschäftigen, es uns auf einmal viel leichter von der Hand geht und wir schneller zu einem Ergebnis kommen.
Mittlerweile gönne ich mir zwischendurch diese „Auszeiten“ – ich weiß ja jetzt:
Mein Gehirn wirds im Hintergrund schon richten. 😬
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12 // FokusBattle // WunschraumMethode
Was, wenn du deine Prioritäten nicht selbst festlegen darfst? …
Ich arbeite zwischendurch auch gerne mit selbst entwickelten Tools oder verbinde bewährte Methoden, individuell auf das jeweilige Thema abgestimmt. Eine, die ich sehr gerne anwende, nenne ich Fokus Battle (Wunschraum Methode). Eine sehr intuitive und tiefgehende Arbeit.
Sie ist besonders wirksam, wenn es um verdeckte Blockaden, emotionale Reaktionen, unklare Dynamiken oder innere Antreiber geht.
Du hast einen Wunsch oder bereits einen konkreten Plan und weißt vor lauter Gedanken nicht, wo du anfangen bzw. wie du damit umgehen sollst.
Du stehst vor einer Veränderung oder Entscheidung. Alle möglichen Gründe und auch Widerstände machen es dir schwer diesen Weg weiter zu gehen.
Ohne zu viel vorwegzunehmen. Wir erarbeiten zunächst intuitiv Begriffe, Gefühle, Themen – was auch immer. Diese treten im zweiten Step gegeneinander an und bilden nach und nach eine klare Rangfolge.
Das Wichtige an der Methode: Du setzt nicht bewusst deine Prioritäten im Gesamtbild, sondern die Themen treten aktiv gegeneinander an. Ein Battle eben.
Dadurch zeigen sich oft überraschende Zusammenhänge, Widerstände, Bedürfnisse oder alte Muster. Oder es stellen sich klare Prioritäten heraus, die den Berg kleiner machen und den eigentlichen Fokus sichtbarer.
Was am Ende häufig übrig bleibt, ist dann die Essenz. Die tiefste Prio und vielleicht sogar der größte Hebel.
Und manchmal zeigt sich auch der unerwünschte wunde Punkt, der eigentlich gar nicht sichtbar werden wollte.
Das spannende an der Methode ist außerdem, dass ich sie flexibel und individuell an das jeweilige Thema, den Klienten oder die Situation anpasse oder erweitere.
Ein Interview mit mir.
11 // Trigger // Reflexion
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„… in seinen Überlebenskampfmodus eingerastet ist … emotionales Muster aus der Vergangenheit …“
Ich lese gerade ein Buch von Eckhart Tolle, „Eine neue Erde“.
Da geht es hauptsächlich um das Thema Ego und ich finde das Buch sehr spannend. Für mich geht es auch eher in eine philosophische Richtung und zwischendurch 1-3 Seiten geben mir sehr gute Impulse bzw. Reflexionsmöglichkeiten.
Gestern hatte mich folgende Passage extrem getriggert:
„… besonders dann nicht, wenn das Ego in seinen Überlebenskampfmodus eingerastet ist oder irgendein emotionales Muster aus der Vergangenheit aktiviert hat, … .“
Dieses Wort „eingerastet“ und „Muster aus der Vergangenheit“ hatten es mir hier besonders angetan. Wahrscheinlich, weil ich gestern mal wieder so richtig schön in einen alten „Trigger“ gefallen bin, also uralte Emotionen hochgepoppt sind.
Kennt ihr das? Auf einmal ist alles so schwer und drückend – „Ohne Grund“.
Und man weiß gar nicht woher das kommt und was da eigentlich gerade passiert ist.
Und vor allem so uralte „Geschichten“, die schön im Unterbewusstsein abgespeichert sind, haben es manchmal echt in sich.
Was ich mittlerweile zum Glück weiß und anwenden kann: Bewusstwerdung darüber bzw. Reflexion, sind hier schon der erste Schritt.
Es ist zwar im Moment, ich nenne es mal: Vollalarmsituation, und die alten Emotionen können extrem stark hochkochen.
Aber durch die sofortige Bewusstwerdung, können wir zumindest direkt besser zusätzlich in die Beobachterposition gehen und sind dem Ganzen einfach nicht mehr so ausgeliefert wie vorher. Das ist dann auch der erste Schritt der nach und nach in die Veränderung führen kann.
Und es geht hier übrigens nicht immer nur um große Themen. Auch kleine, sich immer wiederholende Trigger, können uns unser Leben schwer machen.
Und ganz wichtig: Ich darf mir dabei Zeit lassen – und trotzdem verändert sich etwas.
Ein Interview mit mir.
13 // Reminder // RealTalk
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Eigentlich nichts Neues – aber man kann nicht oft genug daran erinnern.
Manchmal bewegen mich ganz alltägliche Situationen, oder – im Fernsehen eben ein Format. Ich oute mich jetzt einfach mal und werde konkret: GNTM.
Ich sehe einen ganz besonderen Menschen, mit einer unglaublichen Ausstrahlung, aber gefangen in seinen Mustern. Ich spüre so sehr, dass er unbedingt den Durchbruch schaffen möchte. Ich sehe sein großes Potenzial und gleichzeitig, dass alte Muster und Widerstände ihm einfach im Weg stehen. Er wirkt etwas hilflos, wenn es nicht direkt klappt und er aber doch alles versucht.
Wir wissen es ja eigentlich und trotzdem kann man es nicht oft genug wiederholen. Es ist manchmal ein langer Prozess und es funktioniert auch nur, wenn die absolute Bereitschaft und die Hingabe vorhanden ist, den Weg jetzt wirklich in Angriff zu nehmen. Unsere Widerstände und die eigene Komfortzone zu durchbrechen. Und leider ist es oft so, dass dieser Punkt erst erreicht wird, wenn der Druck groß genug wird oder der Schmerz irgendwann stärker ist als der Wunsch, alles beim Alten zu lassen.
Und wenn wir ehrlich sind, braucht es Unterstützung von außen, sei es ein Coaching oder vielleicht sogar eine Therapie. Und nicht, weil wir es selbst nicht schaffen, sondern weil Gespräche andere Perspektiven, Aha-Erlebnisse und auch Metaebenen eröffnen können.
Bei mir war es damals übrigens ganz spannend. Ich hatte in jungen Jahren irgendwann gemerkt, dass ich nicht ich bin. Dass einiges verschüttet und ich vom Naturell her anders war, als ich mich nach außen zeigte. Ich habe nach Wegen gesucht zu mir zu finden, an mir zu arbeiten, zu reflektieren … Und dann kam ich irgendwann an den Punkt, wo ich es unbedingt wollte und mir auch klar wurde, dass ich konstante Unterstützung benötige, damit ich auch wirklich dranbleiben kann und werde.
Da hatte mal wieder mein Bauchgefühl ganz klar gesprochen.
Ich habe es nie bereut und gehe seitdem Step by Step weiter.
Und wie immer gilt: Wir müssen erst bei/in uns selbst anfangen, damit im Außen eine Veränderung stattfinden kann und wird!
Zum Abschluss: Für mein KI-Motiv hat dieses Mal ein Porträt aus einem meiner selbst gemalten Bilder als Vorlage gedient. Hat sehr gut funktioniert 😬
Ein Interview mit mir.
08 // Energien
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Energien – Warum immer gleich spirituell?
Das Thema Energien finde ich ja schon immer sehr spannend. Und ich fange an, das einfach mal ein bisschen neutraler zu betrachten. Energien einfach als das zu sehen, was sie sind oder sein könnten.
Energien hatte ich früher gerne spontan gleichgesetzt mit Spiritualität. Aber eigentlich gehört doch alles zusammen – egal ob Neurowissenschaft, Esoterik, Physik oder Alltag…
Energien sind einfach mehr.
Energie ist kein spirituelles Konzept, sondern ein mentaler Zustand. Und wenn wir mitten in einer Energie sind, sollten wir sie nicht unterbrechen – sondern halten.
Oder auf den Alltag bezogen: Momentan gibt es sehr viel, was mich beschäftigt oder worum ich mich kümmere oder was ich entwickle. Ich spüre dann auf einmal: Ich fange jetzt nicht wieder was Neues an. Ich bleibe erst mal in der Energie von dem, was gerade ist.
Ich hatte jetzt zum Beispiel die Situation, dass ich mich auf einen wichtigen Termin vorbereitet hatte. Dazwischen habe ich die restliche Zeit genutzt, um an meinem eigentlich geplanten Post weiterzuarbeiten. Nach einer Weile habe ich gemerkt: okay, ich stoppe das jetzt besser.
Wenn ich weiterhin in diesem Flow bleiben werde, dann bremst mich das nachher bei meinem Termin komplett aus, weil ich dann in einer ganz anderen Energie sein werde.Diese Entscheidung hat sich dann auch als genau richtig erwiesen.
Und deswegen ist mir auch wieder dieses Energiethema eingefallen.
Wenn gerade so ein positiver Flow da ist – einfach mal innehalten, drin bleiben, die Energie halten.
Und nicht: okay, jetzt gucke ich nochmal kurz ins Handy, check schnell meine E-Mails, fange ein weiteres Projekt an …
Probiert das mal aus. Das tut echt gut – und ist manchmal auch effizienter.
Auch das ist Energie.
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06 // Hypnose // Verantwortung im Coaching
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Manchmal frage ich mich:
Wie leicht nehmen wir Verantwortung, wenn wir mit Menschen arbeiten?
Ich habe in letzter Zeit wieder einige Webinare gesehen. Und ehrlich gesagt – manches irritiert mich zutiefst. Da werden Ausbildungen angeboten, die in wenigen Tagen vermitteln sollen, wie man hypnotisiert oder sogar mit traumatischen Themen von Klient:innen arbeitet.
Ich sitze da und denke: What?!
Hypnose ist kraftvoll.
Sie funktioniert – und genau deshalb braucht sie Erfahrung, Verantwortungsbewusstsein, Feingefühl, Ausbildung und Reflexion.
Ich selbst habe eine sehr umfassende Hypnoseausbildung gemacht – über mehrere Wochenenden, bei einer erfahrenen Ausbilderin. Und trotzdem würde ich nie behaupten, dass ich nach einem Seminar alles kann.
Was mich beschäftigt, ist die Vorstellung, dass Menschen solche Kurzformate besuchen und danach mit bestem Gewissen an anderen „üben“. Nicht aus böser Absicht – sondern aus Unwissenheit. Aber genau da beginnt Verantwortung.
Für mich ist Hypnose ein Geschenk.
Aber auch eine Verpflichtung.
Coaching, Hypnose, Persönlichkeitsarbeit – all das sind Begegnungen mit Menschen.
Sie verdienen Respekt, Tiefe und echte Verantwortung.
Vielleicht ist das ein stiller Appell an alle, die in dieser Branche unterwegs sind: Lasst uns achtsam bleiben.
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05 // Glaubenssätze
Und wieder ist es passiert – ich stoße immer wieder mal auf dieses Versprechen.
Egal, ob ich an einem Webinar oder Seminar teilnehme, dieses „Mach das – und dein Leben verändert sich sofort“. Oder: „Wir finden und lösen jetzt deinen Glaubenssatz auf, und dann ist sofort alles gut.“
Für mich ist das etwas befremdlich. Nicht, weil ich etwas gegen Seminare oder Persönlichkeitsentwicklung habe – im Gegenteil. Ich gebe ja selbst Seminare, und wäre ja dumm, wenn ich das kritisieren würde. 😬
Aber ich glaube nicht an diese schnelle Magie, die manchmal verkauft wird.
Ich kenne das nur zu gut. In Seminaren oder Workshops habe ich immer wieder Menschen erlebt – großartige Menschen übrigens –, die im Laufe des Tages einen Glaubenssatz für sich erkannt und reflektiert haben.
Dann kommt dieser Moment, wo sie sagen: „Boah, jetzt verstehe ich das endlich – jetzt kann ich das sofort loslassen.“ oder „Jetzt existiert er endlich nicht mehr.“
Oder Trainer:innen sagen: „Jetzt weißt du es ja, jetzt kannst du es sofort ändern – es liegt nur an dir!“ Und in mir denkt es dann jedes Mal: HÄ? NEIN.
Für mich ist das kein Schalter, der sich einfach umlegt, es ist ein Prozess.
Wenn ich einen Glaubenssatz bei mir oder mein Klient einen bei sich aufspürt, dann ist das großartig. Das ist für mich der Anfang – nicht das Ende. Dann beginnt die eigentliche Arbeit. Das ist die Erkenntnisphase, und daraus entsteht Entwicklung.
Und dann hilft mir das Leben selbst – wenn mir im Außen Situationen begegnen, die mir mein Glaubenssatz spiegeln, kommt der Prozess ins Rollen. Zu spüren, wie es auf mich wirkt, wenn jemand so handelt, wie ich das sonst machen würde.
Für mich geht es darum, bewusst zu werden, zu verstehen, zu reflektieren – und sich selbst mit jedem kleinen Schritt besser zu sehen.
Deshalb teile ich das. Weil es mich jedes Mal irritiert, wenn ich diese Versprechungen höre: „Mach das. Ich verändere dein Leben. Du gehst danach glücklich raus.“
In meiner Welt funktioniert Veränderung anders. Sie ist selten spektakulär – aber echt. Und sie braucht manchmal einfach etwas Zeit.
Ein Interview mit mir.
14 // Entlastungsträume
Ein kleiner Reset für unsere Seele.
Manchmal gönnt uns unser Unterbewusstsein eine Pause – auch wenn wir im Alltag im Daueralarm festhängen. Es versucht, bei anhaltender Belastung einen Ausgleich zu schaffen, um unser System mal wieder dringend runterzufahren.
Regulationsstrategie beim Träumen:
Jemand verletzt dich tief in deiner Würde … du bist voller Wut, Abwehr, auf Alarm.
Und nachts träumst du in diesem Zusammenhang auf einmal von Harmonie, Frieden und Ruhe. Genau mit diesem Menschen!
Total widersprüchlich? Aber kein Zufall.
Das Unterbewusstsein arbeitet auch mal etwas paradox. So erlebst du kurz: Wie wäre es – ohne Krieg!
Also ein Geschenk deines Unterbewusstseins.
DIE KERNBOTSCHAFT: Diese Träume bedeuten Schutz. Dein Nervensystem gönnt sich jetzt einfach mal eine kleine Pause!
Kleiner ungewöhnlicher Tipp: Solltest du mal so einen Traum haben, nutze ihn. Triggert dich etwas an, dass mit dem ursprünglichen negativen Erlebnis zu tun hat, hol dir den Traum ins Bewusstsein zurück. Du wirst merken – dein System fährt direkt etwas runter.
Auch schon mal so einen paradoxen Traum gehabt?
© 2026 Claudia Pint
